Der Postkartenwettbewerb

Autor: shenyanggoethe Datum: Fr, 05/25/2018 - 15:15 Tags: Veranstaltungen

Jedes Jahr schickt der Kölner Freiwilligendienst vier Freiwillige nach China, um in verschiedenen Sprachlernzentren im ganzen Land für ein Jahr lang als Kulturfreiwillige tätig zu sein. Diese Jahr waren diese Freiwilligen Alex, stationiert in Xi'an, Mona in Shenyang, Tim in Chongqing, und Ich, Zoé, in Nanjing. Was bedeutet so ein Freiwilligendienst konkret? Das ist mitunter eine schwierige Frage, die nicht so einfach zu beantworten ist. Manchmal hilft man, wie ein Praktikant oder eine Praktikantin, bei normalen Büroarbeiten mit, mal designt man Werbematerialien für das Sprachlernzentrum, und und und... die wichtigste Aufgabe ist allerdings, Veranstaltungen selber zu planen, organisieren, und durchzuführen. Die Projekte sind dabei immer unterschiedlich groß. In den letzten Jahren gab es immer wieder Gemeinschaftsprojekte, die von allen vier Freiwilligen gemeinsam organisiert werden. Auch dieses Jahr haben wir das wieder in Angriff genommen. Nach einigem hin- und her überlegen hatten wir die perfekte Idee: Der Postkartenwettbewerb war geboren!   

Was genau bedeutete das jetzt also? Von Anfang an war die Idee, den Kursteilnehmern die Möglichkeit zu geben, ihre eigene "Postkarte" zu designen und die so entstandenen Kunstwerke dann nächstes Jahr oder nächste Kursperiode als Werbematerialien zu benutzen. Auch das Thema war schnell klar. Da wir die Kreativität der Kursteilnehmer so wenig wie möglich einschränken wollten, landeten wir bei dem Titel "Mein Bild von Deutschland". Was verbindet man mit Deutschland? Welche Klischees gibt es vielleicht (die sich manchmal bewahrheiten, und sich manchmal als völliger Unsinn herausstellen)? Ist es eher die deutsche Geschichte, deutsche Philosophie, Musik, Architektur, oder Literatur, die einen Eindruck auf die Kursteilnehmer gemacht hatten? Oder doch eher Fußball, Bier, und die deutsche Bratwurst?   

Nach einer langen Vorbereitungsphase, in der viele Werbeposter erstellt, Texte geschrieben, Meetings und Telefonate abgehalten wurden, war es endlich so weit. Die speziellen Schablonen, auf denen die Kursteilnehmer ihre Designs einsenden sollten, wurden ausgeteilt, und es ging ran ans schaffen! Am 3. Mai begann die Einsendungsphase. In jedem unserer vier Sprachlernzentren standen ab jetzt fuer eine Woche unsere selbstgebastelten "Briefkästen", in die die Kursteilnehmer ihre Postkarte einwerfen konnten. So sah das dann aus: Wir, die Koelnfreiwilligen, hatten am Ende der Einsendephase zufaelligerweise ein Seminar, fuer das alle vier ein Wochenende bei mir in Nanjing verbrachten. So konnte die Asuwertung der Gewinner in Echtzeit stattfinden! Wir breiteten gewissenhaft alle der Einsendungen vor uns aus und diskutierten fuer jedes Sprachlernzentrum, wer gewinnen sollte. Die Entscheidung fiel uns teilweise sehr schwer, da es eine viele schoene Einsendungen gab. bei der Auswahl der Gewinner wurde vieles bedacht, unter anderem Originalitaet der Idee, Dartellung Deutschlands, kuenstlerische Faehigkeiten, und so weiter. Nach etwa einer halben Stunde hatten wir dann unsere Gewinner. Jedes SLZ hatte selber aussuchen koennen, wie viele Gewinner wir haben wollten, und so viel die Wahl in jedem SLZ auf einen Hauptgewinner und zwei Nebengewinner, ausser in Xian, wo es sogar bis zum fuenften Platz ging!  

Wie vorher angekuendigt, gab es in jedem SLZ einen Hauptgewinner, von denen jeder einen Gutschein fuer 1500RMB gewann, den man bei dem Sprachlernzentrum einloesen konnte. Sonst gewann jeder Gewinner noch einen Lonely Planet Reisefuehrer ueber Deutschland, mit dem sich sicher alle zukuenftigen Reisen nach und in Deutschland noch schoener geniessen lassen werden! Wir wuenschen den Gewinnern viel Spass damit.   

In einigen SLZs fand sogar eine grosse Siegerehrung statt. So oder so bekam jeder Gewinner eine urkunde mit dem eigenen Namen drauf, seinen bzw. ihren Gewinn, ein Foto mit den beiden Leitern des Sprachlernzentrums sowie mit dem bzw. der zustaendigen Freiwilligen. Die Siegerpostkarte konnte natuerlich auch wieder mit nach hause genommen werden - allerdings nicht bevor sie alle eingescannt waren, sodass sie spaeter noch benutzt werden koennen!   

Wir, die Kulturfreiwilligen aus Koeln aus dem Jahrgang 2017/18 bedanken uns sehr herzlich bei dem Goethe Institut Peking und den Sprachlernzentren fuer ihre Unterstuetzung mit diesem Projekt, und nicht zuletzt bei jedem einzelnen Kursteilnehmer, der eine Postkarte eingesendet hat - obwohl natuerlich nicht jeder gewinnen kann, waren viele sehr schoene Einsendungen dabei, die uns allen sehr viel Freude gemacht haben! Und damit bleibt uns nur noch uebrig, euch allen noch viel Spass beim deutschlernen zu wuenschen. 

Und zu guter Letzt - hier sind sie, die Gewinner des Postkartenwettbewerbs!